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Island-Reiseberichte vom Spezialisten

Offroad mit 90 Pferdestärken

Ein Islandpferd ist das beste Fortbewegungsmittel dort, wo in Island kein Auto mehr hinkommt. Warum wandern, wenn man auch reiten kann? Das fragen jedenfalls wir drei "Pony-Mädels" im Team uns regelmäßig. Im Juli sind wir, Katrin und Hanna, zu Bjarni nach Saltvík gefahren, um den "Diamond Circle" zu reiten; der "Sunday Times" zufolge eine der 10 schönsten Touren der Welt. Der Empfang am Flughafen in Húsavík ist herzlich und wir fühlen uns vom ersten Tag an als Teil der Familie. Die Reitstrecke ist sehr abwechslungsreich und führt durch leuchtend blaue Lupinen, grün bewachsene Hügel, Flüsse und karges Hochland. Natürlich tut nach 7 Stunden im Sattel allen irgendwas weh, doch zurück am Hof geht es abends sofort mit kaltem Bier in den heißen Pot. Danach wartet ein köstliches Abendessen; glücklicherweise passt nach solchen Tagen viel in den Bauch!

Am ersten Tag können wir in einem Ritt am Fjord entlang unsere Körper sanft auf die Anforderungen der Tour vorbereiten. Am nächsten starten wir mit 90 Pferden, was ein berauschendes Erlebnis ist. Sie wissen, was auf sie zukommt und tummeln sich ungeduldig im Paddock. Ein Teil der Reiter wird vor der Herde reiten und der andere dahinter. Die Pferde kennen die Strecke und nach einem flotten Start geht es in lockerem Tölt voran. Die Besuche des Mývatn Nature Bath und des mächtigen Wasserfalls Dettifoss sind es wert, dem Hintern und den Pferden eine Pause zu gönnen. Eine Nacht bleiben wir im Hochland und übernachten in der Hütte Þeistareykir. Am letzten Tag der Tour sind wir alle glücklich und erschöpft, satteln ab und entlassen die Pferde, die sich verschwitzt und zufrieden in den heimatlichen Staub sinken lassen. Der Abschied fällt allen schwer und wir werden zu Hause nicht nur die wunderbar frische Luft vermissen.

Kleine Pause für Pferde und Reiter Entlang der Küste durch Lupinen Beine hoch! Aus dem Weg! Kleine Erfrischung bei Durchquerung der Laxá Grasen statt Rasen Wunderschöne Skálfandafljót