Diese Reittour gibt Ihnen die Möglichkeit, die Schönheit und Intensität der isländischen Natur im Herbstkleid zu erleben. Im September werden die Tage kürzer (sind jedoch bis zum 21. des Monats durchaus noch länger als in südlicheren Breiten!) und die Natur zeigt sich in starken Herbstfarben. Bezaubernde Nordlichter huschen über den nächtlichen Himmel.

Sie reiten durch verträumte Täler, in denen sich Scharen von schnatternden Gänsen ausruhen, bevor sie die weite Reise in den Süden antreten. Gegen Ende der Woche geht es hinauf in die Berge, wo Schafe mit ihren Lämmern während der Sommermonate frei umherstreifen konnten. Nun ist es Zeit, sie auf die Heimatfelder zu treiben, denn der Winter klopft an die Tür und es riecht bereits nach Schnee. Fünf Tage intensiver Kontakt mit dem Islandpferd, den isländischen Naturschönheiten und der Kultur des Landes erwarten Sie.

Reiseverlauf

1. Tag:

Sie werden auf dem Flughafen Akureyri erwartet und zur Farm Grýtubakki gebracht. Nach einem gemeinsamen Abendessen wird das Programm der nächsten Tage besprochen.

Übernachtung: Grýtubakki

2. Tag

Nach dem Frühstück reiten wir hinauf zum Eingang des Tales Fjörður, von wo aus wir einen fantastischen Blick über die gesamte Umgebung und den Fjord Eyjafjörður haben. Anschließend führt uns unser Weg um den Hügel Höfði herum. Wir genießen die Aussicht auf den Fjord und die Insel Hrisey, welche bis vor ein paar Jahren noch als Quarantänestation gedient hat. Vorbei geht es an Hrafnabjörg, den Rabenfelsen, und dem unter uns liegenden Tal der Kühe, zu welchem es eine interessante Geschichte zu erzählen gibt. An einem der vielen schönen Pausenplätze verbringen wir unsere Mittagspause. Mit ein bisschen Glück bekommen wir auch zu dieser Jahreszeit noch Wale zu Gesicht. Diese tummeln sich bis weit in den Oktober hinein im Fjord.

Am Fluss Gljúfurá entlang geht es zurück zur Farm, wo wir mit Kaffee und Kuchen erwartet werden. Wir sind ungefähr 4 Stunden im Sattel. Abendessen und Übernachtung auf Grýtubakki.

3. Tag

Nach dem Frühstück starten wir mit einer Walbeobachtungstour.

Am Nachmittag reiten wir an die Küste von Látrarströnd. Auf unserem Weg reiten wir an dem kleinen Fischerdörfchen Grenivík vorbei, welches rund 250 Einwohner hat. Wir reiten oberhalb steiler Klippen, durch sprudelnde Bäche und entlang bezaubernder, tiefgrüner Täler. In der abgeschiedenen isländischen Natur kreuzen oft Schafe unseren Weg. Die Mittagspause verbringen wir bei Svínarnes, den Ruinen eines alten Farmhauses, welches noch bis Mitte des letzten Jahrhunderts bewohnt war. Die Jungpferde der Farmer aus der Umgebung verbringen in diesem Küstengebiet den Sommer, lernen in der Natur zu überleben und trittsicher zu werden. Bald ist es aber an der Zeit, sie auf die Heimatwiesen zurück zu treiben, denn die intensiven Herbstfarben sind ein frühes Zeichen für den kommenden Winter.

Abendessen und Übernachtung auf Grýtubakki.

4. Tag

Heute brechen wir zu einem vier- bis fünfstündigen Ritt in das Tal der Fnjóská, dem längsten Sammelfluss Islands, auf. Vor rund 10.000 Jahren staute sich in diesem Tal ein Gletschersee, dessen Ufer man noch heute an den Berghängen erkennen kann. Wir reiten von Grýtubakki aus gen Süden, vorbei an einem Elfenstein, über den es eine interessante Geschichte zu erzählen gibt, und über die alte Brücke weiter hinein ins Tal. Unser Weg führt flussaufwärts durch idyllische, abwechslungsreiche Landschaften. Oft sind auf dieser Strecke gackernde Gänse anzutreffen, die in Scharen an den Ufern des Flusses sitzen und sich auf den Flug in den Süden vorbereiten. Nach einer gemütlichen Mittagspause im Tal reiten wir zurück in Richtung der Farm. Auf dem Weg haben wir einen wunderschönen Blick auf das Sumpfgebiet und Delta des Flusses Fnjóská.

Nach der Kaffeepause fahren wir mit dem Bus zum Goðafoss, dem geschichtsträchtigen Wasserfall, welcher zur Zeit der Christianisierung Islands eine große Rolle gespielt hat. Abendessen und Übernachtung auf Grýtubakki.

5. Tag

Unser heutiges Ziel ist das wilde Tal Fjörður, welches bis Ende des 2. Weltkrieges bewohnt war. Heute bevölkern außer den Elfen und Trollen nur noch rund 4.000 Schafe das Gebiet, welche jeden Sommer für einige Monate lang die Freiheit dieser einzigartigen Landschaft genießen. Von der Anhöhe Leirdalsheiði aus haben wir einen wunderschönen Blick über den gesamten Eyjafjörður, das Fischerdorf Grenivík und die umliegenden Farmen. Intensive Herbstfarben begleiten uns auf unserem Ritt. Am höchsten Punkt des Tales erwartet uns ein überwältigender Ausblick hinaus auf das Polarmeer. Von hier aus ist auch die Berghütte Gil am Ausgang des Tals der Trolle, in der wir die Nacht verbringen werden, bereits sichtbar. Wir sind vier bis fünf Stunden im Sattel.

Nach dem Abendessen ist noch Zeit für einen Spaziergang unter den Sternen, in der Hoffnung, ein paar Nordlichter über den Himmel huschen zu sehen. Weit weg von der Zivilisation und den Lichtern der Stadt genießen wir den Abend in diesem abgelegenen Tal.

Übernachtung: Gil

6. Tag

Nach dem Frühstück treten wir unseren Weg zurück nach Grýtubakki an. Unterwegs werden uns sicherlich noch einige Schafe begegnen, welche ebenfalls in Richtung des Tales unterwegs sind. Sie wissen, dass es nun Zeit ist, auf die Heimatwiesen zurückzukehren, denn bald werden die Bergwiesen unter einer dicken Schneedecke begraben sein.

Nach etwa vier bis fünf Stunden im Sattel erreichen wir wieder unsere Farm, auf der wir von einer duftenden Kaffeetafel erwartet werden. Abendessen und Übernachtung auf Grýtubakki.

7. Tag:

Nach dem Frühstück Transfer nach Akureyri und Verabschiedung der Gäste. Flug (auf Wunsch auch Linienbusfahrt) von Akureyri nach Reykjavik.

Hinweise

Wetter- bzw. umweltbedingte Änderungen der Route oder des Programms können vorkommen, ohne jedoch die Qualität des Programms zu beeinträchtigen. Auch an andere Flugzeiten kann das Programm angepasst werden.

Ende der Reise