Arktische Pflanzenvielfalt
Wussten Sie, dass 20 % von Island vor seiner Besiedlung bewaldet war? Die Siedler rodeten die Wälder, und aufgrund des rauen Klimas verschwanden sie fast vollständig. Heute gibt es nur noch wenige bewaldete Gebiete, bestehend aus Birken, Ebereschen und Wolliger Weide. Am häufigsten trifft man auf die niedrigwachsenden Krüppelbirken. Seit ca. 20 Jahren läuft ein Aufforstungsprogramm in Island, um neben dem Aufhalten der Bodenerosion einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Mehr über die entstehenden Waldgebiete in Island können Sie hier lesen.
Wer behauptet, Island sei karg, sollte einmal mehr auf die kleinen Pflanzen achten, die sich zwischen Steinen und Geröll ihren Weg bahnen und für die Vogel- und Pflanzenwelt von großer Bedeutung sind.
Es gibt rund 600 heimische Pflanzen, denen Sie in der Natur begegnen können – zusammengebracht wurden sie im Botanischen Garten in Akureyri, ein Besuch lohnt sich!
Das Islandmoos begrüßt Sie schon, wenn Sie vom Flughafen Keflavík nach Reykjavík fahren: Es siedelt sich gern auf den rauen Lavasteinen an. Gerade dieses Moos ist sehr fragil. Eine zerstörte Fläche braucht Jahre, um wieder zuzuwachsen! Deshalb unser Appell: Bitte lassen Sie die Pflanzen stehen und bleiben Sie auf den Wegen!
Einen kleinen ersten Überblick können Sie auch zum Beispiel hier finden:
https://www.iceland.de/landeskunde/pflanzen-und-tiere/bluetenpflanzen/
Früchte sind ebenfalls reichlich vertreten. Unter den verschiedenen Beerensorten wie die wilde Erdbeere, Rauschbeere oder Steinbeere und natürlich Blaubeere gibt es auch die Krähenbeere, die sich besonders für Marmelade, Gelee oder Likör eignet. Sie ist reich an Vitamin C und Antioxidantien, kann entzündungshemmend wirken und das Immunsystem stärken.
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